Nahverkehr im Osten: Das Ferkeltaxi

Nahverkehr im Osten: Das Ferkeltaxi

Nahverkehr im Osten: Das Ferkeltaxi

Der Volkseigene Betrieb Waggonbau Bautzen der DDR präsentierte den Prototypen des Leichtverbrennungstriebwagens VT 2.09 im Jahre 1957, die Serie wurde zwischen 1962 und 1969 ausgeliefert. Wie auch der Uerdinger Schienenbus im Westen wurde der Triebwagen auf Nebenstrecken eingesetzt und verdrängte die dampflokbespannten Bummelzüge in der ländlichen Provinz.

Das Kleinserienmodell aus Ostdeutschland kommt als kompletter Triebzug mit Motor- und Steuerwagen; es ist in Mischbauweise mit Kunststoffgehäuse gefertigt. Die Fahrzeuge verfügen über eine detaillierte Inneneinrichtung sowie komplette Digitalausstattung mit Sound, Spitzenlicht und Innenbeleuchtung.

Anbieter ist die Firma PTM Dresden, die Anfang 2016 die Firma Präzisionsmodellbau Rudolf Heinrich übernommen hat. Das Set gibt es für 2.250,- Euro direkt beim Hersteller. In Heft 31, das zum Jahreswechsel erscheint, wird das Modell ausführlich vorgestellt.

https://www.ptm-dresden.de

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13 Reaktionen zu “Nahverkehr im Osten: Das Ferkeltaxi”

  1. „Das Kleinserienmodell aus (Ost)Deutschland….“ Und ich habe gedacht die Zeit des kalten Krieges sei vorbei. Also lebt das Spur Null Magazin immer noch dort.

    • Stefan Karzauninkat Antworten

      Wikipedia:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Ostdeutschland

      „Nach der Wiedervereinigung: Der Begriff Ostdeutschland für die neuen Länder wird in der Tagesschau und in Statistiken der Wirtschaft verwendet.“

      „Zum unterschiedlichen Sprachgebrauch: Bewohner der einzelnen Gebiete empfinden sich insofern mehr als Zugehörige zu einer bestimmten, geographisch umrissenen und historisch gewachsenen Region, statt als Angehörige von zwei ehemals durch den „Eisernen Vorhang“ getrennten Teilen Deutschlands. Der Sprachgebrauch Ostdeutschland wird von ihnen auch als Zeichen eines natürlichen Prozesses des Zusammenwachsens von ehemals zwei Staaten gesehen.“

      Lieber H. Bernd, willkommen im Jahre 2017

  2. Hallo Stefan
    Sorry, aber die Argumentation in Wikipedia ist zumindest diskussionswürdig und keineswegs eindeutig. Was Wikipedia wohl vergessen hat: In den Endsiebzigern und Achtzigern wurde der Begriff „SBZ“ (Sowjetische Besatzungszone) bzw. „Interzone“ vermehrt durch den (neutraleren) Begriff „Ostdeutschland“ abgelöst.
    (Stichworte: Ostverträge, Entspannungspolitik usw.)
    Heutzutage hat sich der eigentlich sperrige Begriff „Neue Bundesländer“ etabliert und dieser wurde auch schon rel. früh verwendet!
    Also hat Bernd da nicht so ganz unrecht.
    Viele Grüße
    thomy

    • Stefan Karzauninkat Antworten

      In dem Wikipedia Artikel wird das ja sauber nach Zeiträumen aufgedröselt. Zur Klarstellung: Die Firma, die das sehr bemerkenswerte Modell auf die Räder gestellt hat, sitzt in Meißen und Dresden und damit in Deutschland – das Modell ist „Made in Germany“ und nicht in Fernost, und das ist der wesentliche Punkt.

  3. An die beiden „Kommentartoren“:
    habt ihr nichts besseres (an der Moba) zu tun, als sich über inzwischen sprachumgänglich gefestigte Aussagen über die „neuen“ Bundesländer aufzuregen? ;o)

    Gruß
    Andreas

    • Moin Andreas
      Meiner Meinung nach sollte es heutzutage diese Unterscheidung nicht mehr geben. Wir sind glücklicherweise (!) wieder ein Deutschland – ohne Stacheldraht, Mauer usw.
      Das – und nur das sollte zählen !!!
      Deswegen hätte Stefan den Klammervermerk „(Ost)“ gerne weglassen können.
      Und „sprachumgänglich“ ist „Ostdeutschland“ zum Glück nicht, sondern eben „Neue Bundesländer“ oder direkt“ Sachsen“, „Thüringen“ etc.
      Selbst Wikipedia hat den entspr. Bereich zur Überarbeitung gekennzeichnet!
      Aber in einem hast Du recht – auch ich freue mich schon auf den Testbericht in der SNM 31 und bin sehr gespannt, was die Dresdner Firma da auf die Räder gestellt hat!
      So long
      thomy

      PS: Eine Frage an die Spezialisten; ich dachte immer, der „Uerdinger“ wurde allgemein als „Ferkeltaxi“ veräppelt, während das DR – Pendant eher „Blutblase“ genannt wurde.
      Oder wurde da nicht so streng unterschieden?

  4. Michael Kaßner Antworten

    Hallo Thomy,

    als (Ost)Deutscher aus Thüringen kann ich deine Frage beantworten: Bei uns waren beide Bezeichnungen üblich, also sowohl Ferkeltaxe als auch Blutblase. Wobei mir Ferkeltaxe öfter unterkam… Aber vielleicht wurde der Spitzname „Ferkeltaxe“ für ein ähnliches Gefährt in ähnlichen Einsatzgebieten hüben und drüben verwendet. Was sagen denn die (West)Deutschen dazu?

    Und zur o.a. Diskussion: Ja, wir sind ein Deutschland mit Ost-, Süd-, West- und Norddeutschen. Die Begriffe Ost- und Westdeutscher sind sicherlich historisch und politisch geprägt, aber entgegen den Kürzeln Ossi und Wessi nicht abwertend und für die meisten wohl ganz normaler Sprachgebrauch. Stefan hat zugegebenermaßen etwas unglücklich agiert mit den Klammersetzungen, aber hier gleich wieder eine am eigentlichen Thema vorbei führende Diskussion zu entfachen… tut das not?

    Einen nachdenklichen 4. Advent wünscht
    Michael

    • Stefan Karzauninkat Antworten

      Hallo Michael, danke für die Aufklärung aus erster Hand. Wenn ich gewusst hätte, was man mit ein paar Klammern für ein Fass aufmachen kann… Jetzt sind die Klammern weg und alles hoffentlich politisch korrekt. Schade ist, dass das eigentliche Thema hintenüberfällt: Die fast schon spektakuläre Erkenntnis, dass man ein derartig gelungenes Modell zu einem vergleichbaren Gleis wie in Fernost gebaut werden kann, und zwar in… Meißen und Dresden und damit in den neuen Bundesländern. 🙂

  5. Ein sehr schönes Modell, auf das die Fans sehr lange warten mussten.
    Leider sprengt der Preis aktuell mein Budget.
    So bleibt mir nur zu hoffen, daß das Modell noch erhältlich sein wird,
    wenn ich soweit bin und genügend Kleinbahngeld in mein Budget-Ferkel gesteckt habe.

  6. Ich kann nur sagen, ein wunderschönes Modell, auf das nicht nur ich sondern bestimmt noch viele andere DR Fans schon lange warten.
    Ich glaube 3 Jahre ist es schon her, als ich Herrn Heinrich anschrieb, wann der LVT erhältlich sein wird. Das Fahrzeug war schon halb in der Fertigung.
    Es wurde sogar schon mit ca.1750€ veranschlagt. Das Geld lag dafür bereit, doch dann kam die lange Zeit, wo es keinen Fortschritt mit dem Fahrzeug gab. Also wurde das Geld für andere Modelle verwendet.
    Sehr erfreulich nun die plötzliche Meldung, das der LVT nach Übernahme der Firma Präzisionsmodellbau Rudolf Heinrich, durch PTM-Dresden endlich zur Auslieferung kommt. Erfreulich auch in der Richtung, dass es endlich mal wieder ein Fahrzeug für die Reichsbahngemeinde gibt.
    Viele Großserienhersteller, wie Lenz und Brawa sind da immer noch sehr zurückhaltend. Leider ist der Preis deutlich gestiegen und wie mein Vorredner schon schreibt, auch außerhalb meines Budget. Ich bin ein Gegner von Billiglohnfertigung und begrüße es, das es ein Modell nach handwerklicher Kunst ist und zu dem in Deutschland gefertigt wird.
    Mittlerweile ist die Modellbahnbranche trotz Billigfertigung in China an einem Punkt angekommen, wo für mich das Preis-Leistungsverhältnis völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist. Ich bin nur noch sehr gezielt bereit dafür mein Geld auszugeben.
    Nicht nur mit Einführung des Euro sind viele Modelle zu 100% teurer geworden, auch die angebliche Verteuerung der Rohstoffe in den letzten 10 Jahre zeigen eine Preisspirale, die sich gegenüber des Lohnes nur einseitig widerspiegelt. Zudem zeigt sich noch, durch die Verlagerung der Produktion nach China, die minderwertigen Qualität die von dort zurück kommt.
    Am Ende muss das jeder Verbrauche für sich selbst ausmachen, ob er ein Modell um jeden Preis haben muss.
    Die Qualität der „Ferkeltaxe“ steht sicherlich in einem ausgewogenem Verhältnis, ist aber z.Z. für mich nicht realisierbar. Da das Modell mit einer begrenzten Stückzahl von 65 angegeben wird, ist die Chance sehr gering da noch was zu einem späterem Zeitpunkt zu bekommen.
    Vielleicht ist ja noch eine Variante in Epoche III zu erwarten…?

    Grüße von einem H0 und 0-Bahner
    Frank

  7. Udo Mühlchen Antworten

    Hallo Niels, Hallo Frank,

    ich glaube ihr braucht Euch keine Gefanken darüber machen, so einen schönen Zug einmal erwerben zu können.
    Wenn es genug Nachfrage gibt, wird es bestimmt weitere Auflagen geben, denn nur die erste Auflage in der
    Epoche IV ist auf 65 Stück begrenzt.
    Freundliche Grüße von einem zufrieden Besitzer dieses Zuges
    Udo

  8. Dr. med. Michael Peglau Antworten

    Ich habe auch jahrelang auf den LVT gewartet und habe mir sogar einen separaten Beiwagen „gegönnt“, den die Dresdner und Meißner um Herrn Heinrich ebenso professionell produziert und verpackt und mit einer sehr guten Beschreibung des Modells und der digitalen Funktionen geliefert haben. Ein wirklicher Meilenstein für die DR-Fans der Spur 0. Man kann wirklich nicht gerade davon sprechen, dass wir DR-Nuller „verwöhnt“ werden. Bis heute warte ich auf einen zweiachsigen Kesselwagen oder den „Oppeln“ von Brawa in DR-Ausführung. Und es handelt sich ja nun wirklich „nur“ um Bedruckungsvarianten. Alle Anfragen und Bitten gingen ins Leere. Leider und Schade. Es gibt inzwischen „gefühlt“ 20 Kühlwagen-Varainten von Brawa…nur zum Vergleich. Und hier sehe ich die eigentliche Diskussion um „Ost“und „West“ und ich kann mehr als 25 Jahre nach nach der Deutschen Einheit über solche Diskussionen nur schmunzeln. Und ich bin als Berliner ein echter Grenzgänger. Himmelsrichtungen! Zur Erinnerung: Die Berliner U-Bahnlinie 6 fährt in Nord-Süd-Richtung und kam einst aus dem „Westen“ (nämlich Tegel im Norden) fuhr durch den Osten (Mitte) ohne Halt und fuhr wieder in den Westen (Tempelhof im Süden). Politisches und alltägliches Absurdistan. Hören wir auf damit und fühlen uns als Deutsche…aus Nord, Süd, Ost und West. Frohe Feiertage und an dieser Stelle, lieber Stefan, herzlichen Dank für ein so tolles gesamtdeutsches Spur-Null-Magazin. MP

  9. Sylvia Haug Antworten

    Einen Glückwunsch an PMT! Werde noch ein wenig sparen und auf weitere Auflagen warten.

    Von PMT würde ich mir vierachsige Rekowagen wünschen, und wenn es auch nur einer zur Auflockerung des Zugbildes wäre. Froh bin ich , dass Herr Lenz uns auch mehr und mehr mit DR-Varianten versorgt. Auf die Abteilwagen darf man sich besonders freuen.

    Die Haltung von Brawa ist mir unverständlich. Aber, wenn es einen französischen Händler gibt, der „seine“ Waggons von Brawa machen läßt, warum gibt es keinen „unwilden“ Händler bei uns, der eine Vorbestellaktion macht, um den Bedarf zu testen?

    Unser verehrter Herausgeber hier versteht es doch auch bestens, Besonderheiten für seine Leser zu kreieren!!!

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