Die Firma Fasterpoly ist Spezialist für 3D-Druck und Rapid Prototyping. Hierbei werden aus CAD-Daten mit einem speziellen Verfahren echte, dreidimensionale Modelle erstellt. Die Zusammenarbeit mit einem engagierten Spur Null Modellbahner hat jetzt dazu geführt, dass erste Produkte als Fertigmodelle für Spur Null (und andere Maßstäbe) angeboten werden.
Pflastersteine und Rillengleis genau passend für Lenz Gleise
3D-Programme haben einen riesigen Funktionsumfang und bieten auch Werkzeuge zum Erstellen von Animationen. In der Praxis wird dies oft für Präsentation als Rundumbetrachtung des Produktes, in der Architektur als Rundgang über ein Gelände oder auch durch ein Gebäude genutzt. Auch komplette Trickfilme können verwirklicht werden.
Wir wenden es auf das Thema Bahn an. Eine Anlage mit Gleisen und einige Fahrzeuge haben wir ja schon in den vorangegangenen Beiträgen erstellt, darauf greifen wir jetzt zurück.
Der Plan bekommt Bewegung: Animationen in der 3D Planung
Unsere 3D-Modellplanung, wie in den vorangegangenen Beiträgen vorgestellt, besteht momentan aus einigen Segmenten, die zum Teil schon etwas gestaltet und mit zwei Gebäuden ausgestattet sind. Eine Modellbahnanlage wird aber erst durch Fahrzeuge so richtig lebendig, das ist auch in einem virtuell erstellten Plan nicht anders. Wir wollen schließlich keinen Eisenbahnerstreik mit leeren Gleisanlagen darstellen, auf den Gleisen soll Betrieb stattfinden.
Damit ist klar, was jetzt gebraucht wird:
Fahrzeuge
Güterzug
Grundsätzlich gilt für die Konstruktion von Rollmaterial dasselbe, wie für die Anlagenteile und Gebäude in den vorangegangenen Kapiteln: Alle Elemente sollen möglichst einfach, mit wenigen Punkten und Polygonen erstellt werden. Details, die aus dem üblichen Betrachterabstand nicht mehr erkennbar sind, lässt man weg oder vereinfacht sie stark (anders als bei CAD Vorlagen für die Modellkonstruktion). Ersatzweise können Detaillierungen mit Hilfe von Texturen geschaffen werden.
Bei den bisherigen Arbeitsschritten konnten wir feststellen, dass alle Gebilde in einem einheitlichen grauen Farbton erscheinen.
Jetzt soll es um das endgültige Aussehen einiger Objekte gehen.
Solange die Geometrie erstellt wird, kümmert sich dass 3D-Programm nicht um Farben und Oberflächen. Damit man überhaupt etwas sieht, wird in dem Editorfenster eine Standardlichtquelle (links oben) definiert und alles Neue in einem hellen Grau konstruiert.
Graues Haus und Materialmanager
Praktischerweise sollte man die Bearbeitung der Oberflächen, Materialien und Texturen eines Objektes nicht zu weit hinaus schieben. Unmittelbar nach der Bearbeitung der Geometrie ist alles noch frisch, man weiß noch genau, warum man welche Polygone wohin verschoben hat. Und man weiß auch noch, wo sich bestimmte Teilflächen befinden, die man womöglich einzeln braucht, weil vielleicht irgendwo eine Farbtrennung hin muss.
Im letzten Teil wurden Gleise und Weichen gezeichnet und auf den Grundplatten der Segmente platziert. Dies ist der bisherige Stand der Dinge. Die angedeuteten Gebäude hatte ich nur ganz schnell skizziert, um der Szene einen allerersten Eindruck zu geben.
Übersicht der bisherigen Anlage
Bis auf die kleine Wärterbude neben der Straße im Vordergrund (ca. 5,50 x 4,20 im Original) sind alle anderen Gebäude aber völlig unmaßstäblich. Die Giebel sind z.T. nicht größer als eine Garageneinfahrt, auch die Lösung der Fabrikeinfahrt hinter dem Hafen überzeugt mich noch gar nicht. Der Bahnsteig sollte vielleicht auch einen Hauch länger werden, usw. usf…
An einem konkreten Projekt möchte ich Arbeitsschritte eines 3D-Programms demonstrieren, die zu einer dreidimensionalen Darstellung einer Modellbahnanlage führen.
Am Anfang steht natürlich immer erst einmal eine Grundidee. Für dieses Beispiel soll es erst einmal sehr einfach sein, wenig Weichen, wenig Platzbedarf, etwas zum Rangieren. Auf einer englischen Website sah ich einmal einen Gleisplan, wie ich ihn hier ähnlich skizziert habe:
Handskizze
3 Weichen, einige Abstellgleise, durch Gebäude etwas getarnte Gleisbereiche, links ein Fiddle Yard in Form einer Schiebebühne. Möglicherweise kann man vorn rechts noch die Kaimauer eines kleinen Hafens andeuten. Ein kurzer Bahnsteig hat auch noch Platz, dort könnte aber auch eine Rampe hinpassen…
Ab und zu wird nach meinen Modellbahn- und Gleisplangrafiken gefragt. Welches Programm wird verwendet, wie geht man dabei vor, kann ich Tipps geben, usw.
Modellbahnplanung 3D
Bei der Planung einer Modellbahnanlage gibt es viel zu beachten. Das sind zum Beispiel Fragen zum vorhandenen Platz, dem dargestellten Motiv, dem Gleissystem oder auch zum Unterbau der Anlage.
Orth
Neben den technischen und funktionellen Parametern tritt jedoch der gestalterische Anspruch ziemlich deutlich in den Vordergrund. Die Anlage soll auch optisch ansprechen und nach längerer Zeit technisch und gestalterisch Freude machen, immerhin wird ein Stück Wirklichkeit modellhaft nachgebildet.
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