Genau passend zur Modellbahner-Bastelsaison bringt Paulo wieder einige nette Neuheiten für den Spur Null Modellbauer.
Paulo Faltboot
Das Faltboot mit zwei Doppelpaddeln wird im Winter zwar eingemottet, aber auf der Modellbahn kann man auch bei frostigen Temperaturen fröhlich lospaddeln. Alternativ gibt es bei Paulo auch einen kleines Opti-Segelboot, einen Nachen und einen Spreewaldkahn. Das Faltboot (Best. Nr. 45S28) kostet 16,50 Euro.
Oft sucht der Modellbahner nach Vorbildinformationen und historischen Quellen für eine korrekte Umsetzung von Modellen. Was dabei hin und wieder etwas zu kurz kommt, ist das Drumherum des mühsamen Transportgeschäftes in alten Zeiten. In der Vor-Container-Zeit war die aufwendige Stückgutverladung ein echter Knochenjob: Schwere Kisten, Säcke und Fässer mussten manuell entladen und vor allem auch verstaut werden.
Vom Schiff ins Lager und dann schnell weiter auf den LKW und den Güterwagen
Wo heute Reach-Stacker mal eben ein paar tonnenschwere Container-Kisten aufeinander schlichten, mussten früher hohe Stapel mit Säcken und Kisten zu Fuß oder mit klobigen Sackkarren erklommen werden. Die “gute alte Zeit” bestand hier aus abgenutzten Bandscheiben, krumm gearbeiteten Rücken und kaputt geschufteten Gelenken.
Von Biemo gibt es sehr schöne Kunststoff-Bausätze von Güterwagen der Epochen 3 und 4. Zum einen erhält man den Omm 52, einen offenen Güterwagen, zu bauen wahlweise mit oder ohne Bremsanlage. Besonders interessant aber sind die Schiebedachwagen Kmmks und Kmmfks (Ts 51, Ts851 in Epoche 4, später Tms 51) und die kombinierten Schiebewand- und Schiebedachwagen der ersten Generation, Kmmgks (Tis 858 ab Epoche 4).
Ganz genau ein Jahr ist es her, dass das Spur Null Onlinemagazin gestartet ist. Alles begann am 12. Dezember 2009, an einem verregneten Samstagvormittag, gegen 11.00 Uhr. Ich wollte einfach mal ausprobieren, was man mit aktueller Software so anstellen kann. WordPress. Hm, bloggen will ich eigentlich gar nicht. Aber jetzt, wo die Software läuft… viele Jahre Erfahrung in der Onlinebranche lassen manche Hürden schnell überwindbar werden.
Die Software für das Onlinemagazin ist WordPress.
Geschrieben habe ich zwischendrin immer wieder, deswegen fanden sich gar nicht so wenige Artikel fix und fertig auf der Festplatte. Also schwupps publiziert und mal sehn, was passiert.
Das Ganze scheint tatsächlich jemanden zu interessieren. Naja, vielleicht auch zwei oder drei Leute. Oder zwei- bis dreihundert? Am Tag? Hoppla. Jetzt fängt es an, Spaß zu machen. Neue Beiträge, sehr nettes Feedback, weitere Beiträge. Aus dem kleinen, spielerischen Experiment wird eine Herausforderung und ich werde immer neugieriger. Je mehr ich suche, desto mehr finde ich Neuheiten, Hersteller, Geschichten, und Anlagen, über die niemand berichtet. Schade. Viel zu schade. Jetzt könnte man hergehen und in ein Forum schreiben, „man müsste“ mal was machen. Oder den Konjunktiv weglassen und einfach anfangen. Ganz ohne Masterplan, nur mit ein paar Ideen und Entdeckungslust.
Die ersten Exemplare der lange erwarteten Lenz BR 64 wurden am 10.12.2010 in kleiner Stückzahl an die Händler ausgeliefert. Erste Eindrücke und ein Video der brandneuen Lok.
Hierzulande pflegt der Spur Null Modellbahner ein eher gemächliches Tempo. Die meisten bevorzugen die „gute, alte Zeit“, als noch riesige Dampfmaschinen auf Rädern durch die Lande rollten. Man will in Ruhe die Details genießen, und kaum jemand hat Platz für eine Schnellzugstrecke. Solche Schnellzug-Modelle überlässt man den Freunden kleinerer Spurweiten.
Shinkansen in Spur Null vor der Kulisse des Fujiyama.
Schneller als Schnellzüge aber sind die aktuellen Hochgeschwindigkeitszüge. Statt mit lausigen 100 oder 160 Stundenkilometern prescht man mit weit über 200 km/h, neuerdings gar mit über 300 km/h durch die Landschaft. In Japan fährt eine beeindruckende Flotte von futuristischen Hochgeschwindigkeitszügen: Der legendäre Shinkansen, 12 Baureihen gibt es inzwischen, mit 10 und teilweise 16 Wagen erreichen die Züge eine Länge von etwa 400 Metern.
Die Handarbeits-Modellschmiede Fernkraft stellt wieder einen klassischen Lastwagen der 60er und 70er Jahre vor, den Mercedes LS 1620. Er ist als Solomaschine und mit langem Rungenauflieger erhältlich.
Das Vorbild wurde ab 1905 über 6800 mal gebaut und war in den 60er Jahren auch noch in Deutschland anzutreffen. Über 2/3 besaßen ein Bremserhaus mit einem oder zwei Fenstern. Die K2 wurden mehrmals modernisiert: Sie erhielten Rollen- statt Gleitlager, Alu-Türen und Alu-Schieber. Die Länge über Puffer von 8,34 m und der Achsstand von 5,0 m blieben, ansonsten gleicht kaum ein Wagen dem anderen.
Der Modellbahner im Maßstab 1 zu 45 (oder 43,5) hat es gut. Das Verkehrsgeschehen in beliebiger Epoche lässt sich mit hoch detailliertem Rollmaterial auf der Schiene prima nachbilden. Und weil Verkehr mitnichten nur auf der Schiene stattfindet (und stattfand), kann man die Szenerie mit dazu passenden Autos prima ausgestalten. Die Auswahl ist riesig.
Mit einem kleinen mobilen Adapter lassen sich Fahrzeuge mit Schrauben- und mit Lenzkupplung einfach und flexibel miteinander kuppeln. Das Teil wurde von Ndetail entwickelt und kommt als preiswerter Ätzbausatz, der auch von unerfahrenen Bastlern einfach zusammenzubauen ist.
Der Kuppelhaken PAUL verbindet Schraubenkupplung und Lenz Kupplung
Die Firma ASM ist noch sehr jung, seit wenigen Monaten auf dem Markt (siehe Vorstellung im SNM), und bringt derzeit mit hoher Geschwindigkeit neue Modelle auf den Markt.
Schwerpunkte sind das Altern und Verwittern von Rollmaterial und ebenso realistisch ausgeführte Gebäudemodelle. Diese Modelle kann man als komplett bemalte und gealterte Gebäude bekommen oder als preiswerten Bausatz.
Bereits erschienen sind ein Betriebsgebäude, der Bahnhof Tecklenburg als Halbreliefgebäude, und Fabrikgebäude als Hintergrundmodell. Auch ein kleines Haltepunkt-Stationsgebäude aus gelasertem MDF ist im Sortiment
Neuheit: Behelfsstellwerk mit Magictrain Personenwagen als Bausatz oder Fertigmodell.
Durch eine direkte Lieferung vom Produktionsort Hongkong konnte Hermann als erste Firma in Europa den neuen Orient Express von MTH ausliefern. Für Händler in Deutschland ist eine Lieferung aus USA in Kürze avisiert.
Wer nicht warten will, für den gibt es den Hermann Export-Service: Für die Kunden in Deutschland, die Ihre bestellten Modelle nicht am Firmensitz in Dällikon abholen möchten hat Hermann jetzt einen Export-Service eingerichtet. Die Modelle werden direkt verzollt und die deutsche Mehrwertsteuer entrichtet, sodass der Kunde nicht mehr zum Zollamt gehen muss, um die Ware auszulösen. Der Versand in Deutschland erfolgt dann per DHL. Die Rechnung kann auf Wunsch in Euro auf ein Konto bei der Deutschen Postbank einbezahlt werden.
Der fünfteilige Orient Express mit zwei Salonwagen, einem Dining-Car, einem Schlafwagen und einem Packwagen.
Die Wagen des Orient Express sind sehr fein gearbeitet, und mit gefederten Drehgestellen und Innenbeleuchtung ausgerüstet. Die montierte Modellkupplung kann durch eine Kadee-Kupplung ersetzt werden.
Nach dem Engagement der Zubehörherstellers Busch kündigt jetzt ein weiterer Großserienhersteller den Einstieg in Spur Null an. Brawa hat sich mit feinen Modellen in Spur H0, TT und N einen sehr guten Namen erarbeitet, und will jetzt mit drei Spur Null Formneuheiten in mehreren Beschriftungsvarianten auf den Markt.
Bereits im Brawa H0 Programm findet man den offenen Güterwagen Omm52. Ein typischer Wagen der Nachkriegszeit, der seinerzeit hauptsächlich für Kohlentransporte beschafft wurde und im Lauf seines Lebens viele unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen hatte. Den Wagen haben bereits Kiss als Messing- Fertigmodell und Biemo als Kunststoffbausatz im Angebot. Brawa will den Wagen zum Preis von 77,90 Euro (82,90 mit Bremserbühne) auf den Markt bringen. Dabei wird es Beschriftungsvarianten für Epoche 3 und 4 geben.
Der gedeckte Güterwagen Dresden und der Rungenwagen sind noch gar nicht ausgeliefert (sollen demnächst aber kommen), da stellt Lenz schon die nächsten Wagen als Prototypen vor, und damit es sich lohnt, gleich sieben Varianten. Dieser Tage haben die Lenz Vertragshändler ein entsprechendes Infoblatt für die geplanten Neuheiten erhalten, die auf der Messe Köln erstmals zu sehen sein werden.
Die Lenz Messeanlage ist auf jeder Veranstaltung ein schöner Hingucker. Nicht nur, weil die neuesten Lenz Fahrzeuge präsentiert werden, sondern auch, weil die Rangieranlage viele Beispiele für überragenden Modellbau in Spur Null bietet und der Modellbahner darüber hinaus viele Anregungen für die eigene Anlage findet.
Die Lenz Messeanlage auf der Intermodellbau in Dortmund 2010
Die Firma aus Dällikon kennen vor allem die Freunde von Modellen nach Schweizer Vorbild. Die Palette ist riesig: Im Kleinserie entstanden und entstehen viele Eigenentwicklungen von Loks und Wagen in Metallbausweise. Es gibt Fertigmodelle und auch Bausätze sowie eine große Auswahl einzelner Bauteile – und ein paar Neuheiten: