
Neues SNM Sondermodell Köf III
Die Sondermodelle der letzten Aktion, die Kaldewei Wagen, sind fast vollständig ausgeliefert.
Weil solche Projekte immer eine Menge Vorlauf brauchen, ist schon das nächste Projekt in Arbeit. Es wird diesmal eine Formneuheit werden. Wie auch schon die Shimms 708 Teleskophaubenwagen können dieses Modell auch Nicht-Abonnenten erwerben, auch mehrere.
Die Köf III ist die letzte Diesellok der Nachkriegsjahre, die es in Spur 0 noch nicht in Großserie gibt. Zwar gibt es ältere Messingmodelle (in 1:43,5) und auch das eine oder andere Handarbeitsmodell neuerer Bauart, mit entsprechendem Kleinserien-Preisschild.
Wie auch die meisten anderen Projekte wird die Köf III in Zusammenarbeit mit der Firma Lenz entstehen. Der endgültige Preis steht noch nicht fest, aber er wird sich in den gleichen Größenordnungen bewegen wie z. B. die kürzlich erschienene Deutz KG 230.

Neues SNM Sondermodell Köf III
Vorbild
Die Köf III entstand Ende der 1950er Jahre, als die Deutsche Bundesbahn eine leistungsstärkere Kleinlok zwischen der bewährten Köf II und der deutlich größeren V 60 suchte. Für diese neue Leistungsgruppe III entwickelte Gmeinder gemeinsam mit der Bundesbahn eine zweiachsige Rangierlok mit bis zu 240 PS (177 kW), 45 km/h Höchstgeschwindigkeit und einem Dienstgewicht von rund 22 Tonnen. Die vorläufige Namensgebung war Köf 10 für die Vorserie, Köf 11 für das erste und Köf 12 für das zweite Baulos, erkennbar an den Betriebsnummern.
Nach acht Prototypen begann ab 1959 die Serienfertigung der Köf 11, die später als Baureihe 332 bezeichnet wurde. Von ihr entstanden insgesamt 317 Exemplare. Ab 1968 folgte die weiterentwickelte Baureihe 333 mit Gelenkwellenantrieb statt Kettenantrieb, von der weitere 251 Maschinen gebaut wurden. Damit gehörte die Köf III mit insgesamt über 570 Fahrzeugen zu den erfolgreichsten Rangierlokomotiven der Bundesbahn.
Ihr Haupteinsatzgebiet waren Güterbahnhöfe, Industrieanschlüsse und Übergabedienste auf Nebenbahnen. Dort übernahm sie Rangieraufgaben, stellte Güterzüge zusammen und bewegte Wagenverbände, für die eine V 60 oft schon zu groß und zu teuer gewesen wäre. Viele Maschinen blieben bis in die 1990er und 2000er Jahre, teils bis heute im Einsatz und fanden anschließend bei Privat-, Werks- und Museumsbahnen eine zweite Karriere.
Modell
Folgende Features sind geplant
- Beleuchtung und Sound wie bei Lenz üblich
- 3-fach Spitzenlicht beiderseits
- Innenbeleuchtung/Führerstandsbeleuchtung
- Beleuchtung des Führerstandstisches / der Anzeigeinstrumente
- Zwei Versionen des Motorvorbaues mit unterschiedlichem Lüfter / Lüftervorbau
- Erste Version mit schrägem Vorbau und engem Maschengitter, mit kleinen Lampen vorne
- Zweite Version ab 1970 mit „Turbo-“ Lüfter, Kühlrippen seitlich und zusätzlichen Aufbau hinter dem vorderen oberen Spitzenlicht.
- Fernsteuerbare Kupplung
- Antrieb so, dass die Kupplung leicht und ohne Löten tauschbar ist, idealerweise mit zwei oder drei Schrauben.
- NEM Hakenkupplung, ferngesteuert
- vorbildgerechte RK 900, funktionsfähig mit Servoantrieb
- nur Schraubenkupplung
- Die Loks werden mit allen drei Alternativkupplungen ausgeliefert, jeder kann selber wechseln.
- Rauchentwickler
- Möglichst hohes Gewicht
- Mindestradius 900 mm
- Führerstandsfigur mit guter Bemalung
- Seitliche Laufstege zwischen den Achsen als geätzte Gitterroste
- Die für kurze Zeit eingesetzte ferngesteuerte Version mit großem Technik-Kasten an der Rückwand ist nicht vorgesehen.
Die Lok wurde ab 1959 gebaut und ist heute noch in Betrieb. Es gab und gibt unzählige kleine Variationen in Sachen Lackierung, Zierstreifen, Lüfter, Lampen, Ausstattung, alter und neuer DB Keks. Natürlich kann nur ein kleiner Teil in Großserie umgesetzt werden, es wird viel Potential für Individualisierungen geben.
Geplante Lackierungsversionen:
- Epoche III Purpurrot
- Epoche IV Purpurrot
- Epoche IV Ozeanblau/beige
- Epoche V Orientrot
- Privatbahn (die meist nachgefragte – MWB?)
So weit der Stand der Dinge, es können noch Details geändert werden.
Stationierungen und Heimat-Betriebswerke werden quer durch Deutschland zusammengestellt. Natürlich kann nicht jedes Heimat-Bw mit jeder Lackierung kombiniert werden, die Zahl der Varianten bleibt einstellig und überschaubar.
Wie auch schon beim Shimms 708 Teleskophaubenwagen wird es drei Preise geben:
- Doppelter Rabatt für Vorbesteller mit Vorkasse
- Einfacher Rabatt für Vorbesteller ohne Vorkasse
- Standardpreis für diejenigen, die erst bestellen, wenn lieferbar.
Es werden aber nicht allzu viele Modelle über die bestellten hinaus produziert werden. Sobald alle technischen Fragen geklärt sind, die Konstruktion abgeschlossen ist und die Preise feststehen, wird die Vorbestellung freigeschaltet werden, und natürlich wird es auch eine Bestellpostkarte im Heft geben.
Als Erscheinungstermin ist Ende 2027 angepeilt, das erscheint realistisch. Die Zeichnungen zeigen allererste, noch unfertige Entwürfe. Der Fortschritt wird im Heft, im Onlinemagazin und natürlich auch im Spur Null Magazin Forum dokumentiert werden.

Sehr gute Fahrzeugwahl :-),
allerdings würde ich mir noch eine weitere Version wünschen: Eine verkehrsrote BR 335 mit “Turbolüfter” und beidseitig funktionsfähiger RK900.
Übrigens: Orientrot ist RAL 3031, Verkehrsrot ist RAL 3020 …
und den gezeigten Grafiken der Köf III fehlt der kleine Kasten hinter der Stirnlampe vorne links.
Viele Grüße
Norbert
Wow. Das ist eine Superüberraschung. Eine tolle Idee die Köf 3 in 1:45 zu realisieren.
Die wird bestimmt Anklang finden.
Kompliment und schönen Gruss zus Holland,
Klaas Kosters.