Transport und Lagerung einer Großanlage, Teil 1

Die Spur 0 Modulgruppe in Hamburg (die meisten Mitglieder sind auch Mitglied in der Arge Spur 0) betreibt ein großes doppelgleisiges Oval, um auf Ausstellungen und Veranstaltungen einfach mal Züge rollen lassen zu können. Die Abmessungen von 17 mal 8 Meter schaffen einerseits zwar großzügig Platz zum Fahren, stellen andererseits aber eine logistische  Herausforderung in Sachen Transport und Lagerung dar. Auf Ausstellungen mit größerem Platzangebot kann die Anlage über zwei Ausfahrten sogar noch um weitere eingleisige Module (eigene Strecken und Bahnhöfe von Modulgruppenmitgliedern oder auch Fremdmodule!) erweitert werden.

Die Transportcontainer für jeweils 10 Module

Die Transportcontainer für jeweils 10 Module

Geschichte

Mit dem Bau der ersten Module vor gut zwanzig Jahren war noch die Überlegung, möglichst mehrere (mindestens zwei, besser drei) Module gemeinsam als „Paket“ transportfähig zu machen. Niemand dachte damals daran, dass dabei Modulpakete entstehen, deren Gewicht heute von einigen Mitgliedern der Modulgruppe körperlich nicht mehr problemlos zu bewältigen ist. Auch hat die Anzahl der Module im Laufe der Zeit noch zugenommen. Mittlerweile müssen 42 Module mit einer Breite von 40, 60 und ca. 80 cm zu den Ausstellungen transportiert werden, bei einer Länge von durchschnittlich 150 cm. Mit allen Zubehörkisten füllt das jedes Mal locker einen 3,5 Tonner!

Rollende Container


Angeregt durch den Neubau von zahlreichen Modulen (Kurven und Gegengerade) wurden Alternativen zum Transport gesucht. Im ersten Ansatz schien der Transport in rollbaren Containern sinnvoll. Es entstanden zwei Transportwagen. Jeder dieser Wagen ist in einen oberen und einen unteren Container aufgeteilt ist. Damit können jeweils 10 Module über ebene Flächen gerollt werden. Aber leider müssen die Container und Module öfter mal auch über unwegsames Gelände, durch enge Kurven und enge Treppen über Eck bewegt werden. So einfach das Rollen auf ebenen Flächen vonstatten geht, so schwer ist das Tragen der Container über diese unwegsamen Strecken.

Variables Konzept – Abmessungen der Transportplatten

Beim Neubau der Bahnhofsmodule (jeweils 80x150cm bei unterschiedlicher Höhe) wurde dann eine Idee aufgegriffen, die nicht ganz neu ist und in ähnlicher Weise auch schon von anderen Modulbauern (z.B. den Spur1ern aus Oldesloe) umgesetzt wurde. Die Module sollten wieder einzeln trag- und transportierbar werden.

Grundlage hierfür sind variable Transportplatten, die an die Kopfstücke der Module geschraubt werden. Die Transportplatten sollen variabel für unterschiedlich hohe und auch unterschiedlich breite Module eingesetzt werden können.

Die Höhe der Modulaufbauten bestimmt die Höhe der Tragebretter. Gebäude und Bäume sind abnehmbar.

Die Höhe der Modulaufbauten bestimmt die Höhe der Tragebretter. Gebäude und Bäume sind abnehmbar.

Möglichst stabiles Holz (z.B. 20/22mm dicke Tischlerplatte) wird auf die erforderliche Höhe und Breite zurechtgesägt. Die Höhe ergibt sich für jedes Modul durch den höchsten Ausgestaltungsteil, der zum Transport nicht entfernt werden kann. Vielleicht noch 2 cm mehr, um etwas Freiraum zu haben. Die Breite ergibt sich  aus der Breite der Module, die übereinander gestapelt werden. Sie muss dieser aber nicht unbedingt entsprechen, solange über die Breite und damit Auflagefläche für ausreichend Standfestigkeit während des Transportes, z.B. im Transporter oder Anhänger, gesorgt ist.

Bahnhofsmodul mit angeschraubter Transportplatte

Bahnhofsmodul mit angeschraubter Transportplatte

Für unsere drei neuen Bahnhofsmodule wurden die Transportplatten auf 80 cm festgelegt (Bild 2). Obwohl die ebenfalls noch vorhandenen drei alten Bahnhofsmodule 85 cm Breite haben, wurden für sie auch nur 80 cm und damit gleich breite Transportplatten vorgesehen, damit alles übereinander gestapelt werden kann.

Teil 2, Bau der Transportbretter

Artikel über die Modulanlage der Hamburger Modulgruppe im SNM

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