Köf III von Weihe Modellbau, Teil 1: Löten

Immer wieder werden Fragen zum Schwierigkeitsgrad zum Zusammenbau der Gebauer Köf III gestellt. Um das Warten auf die Bauteile für mein Wagenprojekt etwas zu verkürzen habe ich mir mal einen Weihe-Bausatz der Köf 3 in Epoche III bestellt.

Köf 3, erste Teile zusammengelötet

Köf 3, erste Teile zusammengelötet

Als erstes habe ich den Bausatz laut beiliegender Liste auf Vollständigkeit geprüft (leider fehlen alle Anbauteile für das Fahrwerk und die vorderen Lampen – nachgucken ist also Pflicht). Zunächst habe ich die Bodenplatte auf den bereits vorgelöteten Rahmen geheftet, ausgerichtet und endgültig verlötet. Nacharbeit war nicht nötig. Jetzt kann man das vorgefertigte Fahrwerk montieren und sich mit einer Probefahrt belohnen.

Köf 3: Erste Teile werden zusammengeheftet und verlötet

Köf 3: Erste Teile werden zusammengeheftet und verlötet

Führerhaus und Dach kommen als nächstes. Das Führerhaus ist nur vorne zusammenzulöten. Dann habe ich das Dach aufgelegt und mit dem Dachträger verschraubt. Jetzt lässt sich der Dachträger im Führerhaus ausrichten und verlöten. Alle Anbauteile für Dach und Führerhaus habe ich vom Gussbaum getrennt, versäubert und nacheinander mit dem Laser-Schweißgerät geheftet. Das geht rasend schnell und man erspart sich das ständige Fixieren beim Löten. (Ohne Laser Schweißgerät geht’s natürlich auch, man kann auch mit kleinen Lötpunkten fixieren.)

Nach einer Stunde waren alle Teile an Ort und Stelle. Im Führerhaus werde ich noch einen zusätzlichen Befestigungswinkel anbringen. Platz ist genug vorhanden. Da ich das Führerhaus nach Einbau auch „vorne“ verschrauben kann, verschwindet später auch der kleine Spalt unter der Motorhaube. Der Motorvorbau ist ähnlich schnell und problemlos zu montieren. Hier zeigen sich allerdings die Vorzüge des Laser-Schweißens: Man kann den Zinkdruckguß-Kühler problemlos mit der Messinghaube verschweißen. Ansonsten ist Kleben angesagt.

Das mit dem Laser mache ich nur zur Arbeitserleichterung! Wenn nicht ein Goldschmied gegenüber wäre, der über das Gerät verfügt und bei dem ich das machen kann, würde ich auch ganz normal löten und kleben.

Lenz Kupplung wird vorgesehen

Zwischen Pufferbohle und Weihe-Fahrwerk ist genug Platz für den Einbau der Lenz-Rangierkupplung. Sobald ich die Kupplungsmagneten der Lenz V36 habe, werde ich versuchen die digital gesteuerten Kupplungen einzubauen. Das Problem sind die überstehenden Pufferbohlen der Köf III. Wenn die Einbaumaße der Lenz-Magneten nicht zu groß sind (die Hoffnung stirbt zuletzt!), müsste sich der Einbau realisieren lassen. Der Kupplungskopf würde dann allerdings nur knapp vor den Puffern stehen. Optisch eigentlich schöner als bei den Lenz-Modellen (Lok und Wagen fahren Puffer an Puffer). Funktionieren wird das auch! 800er Radien kann man dann aber vergessen. Mich stört das nicht weiter, weil ich ohnehin nicht mit den kleinen Radien baue.

Die Pufferbohlen (hier nur lose aufgesetzt) machen auch keine Schwierigkeiten. Lediglich die Gussteile vom Spritzling trennen, versäubern und anlöten. Puffer, Pufferplatten und die Bohrungen bedürfen keiner Nacharbeit. Es passt alles hervorragend zusammen, was man in Spur0 leider nicht von allen Bauteilen sagen kann.

Köf3 mit aufgesetzter Pufferbohle

Köf3 mit aufgesetzter Pufferbohle

Damit die Schraubenkupplung Platz hat, habe ich in das Führerhaus einen kleinen Ausschnitt gesägt. Dieser lässt sich durch den vorhandenen Ausschnitt am Rahmen genau anreißen und dann aussägen. Von innen ist der Ausschnitt wegen der Inneneinrichtung später nicht zu sehen. Auf dem Bild ist das Führerhaus nur lose provisorisch aufgesetzt. Übrigens: die Türen lassen sich öffnen!

Köf3, Rohbau von hinten. Für die Schraubenkupplung wird ein kleiner Ausschnitt gesägt

Köf3, Rohbau von hinten. Für die Schraubenkupplung wird ein kleiner Ausschnitt gesägt

Die Lok ist jetzt „grob“ fertig. Die Kleinteile sind angebracht, alles ist versäubert.

Köf3, Kleinteile in Führerhaus sind weitgehend fertig

Köf3, Kleinteile in Führerhaus sind weitgehend fertig

Jetzt stehen noch einige Änderungen und Restarbeiten an. Da sind noch Löcher zuzulöten und zu spachteln, Leitungen zu richten, und so weiter.

Köf3, Rohbau fast fertig, Kleinigkeiten werden noch gerichtet

Köf3, Rohbau fast fertig, Kleinigkeiten werden noch gerichtet

Nun ist das Lackieren vorzubereiten. Dazu sind die Fenster einzupassen. Sie sollten jetzt im Rohzustand etwas Spiel haben. Grundierung und Lack tragen etwas auf. Ich will ja nicht bei der Endmontage den Lack beschädigen.

Köf3, fertig zum Lackieren

Köf3, fertig zum Lackieren. Die Pufferbohle wird separat lackiert und ist nur lose aufgesetzt.

Fazit: Mit dem „alten“ Gebauer-Bausatz kann man auch heute noch zufrieden sein! Die Weihe-Zutaten und einige Extras werten das Modell zusätzlich auf. Auf „richtige“ Beleuchtung, Sound und Digital-Features muss auch bei einem Messing-Modell niemand verzichten, alles ist problemlos nachrüstbar. Lackierung und Finish folgen im zweiten Teil.

Weihe Modellbau

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