Neue Kesselwagen von MBW

In nur wenigen Monaten hat die Modellbahnwerkstatt MBW ein neues Modell entwickelt. Im August 2014 angekündigt, noch Dezember 2014 sollen sie ausgeliefert werden. Die Kesselwagen Bauart Krupp waren als weitgehend fertige Vorserienmuster auf der IMA Köln zu sehen.

MBW Kesselwagen Bauart Krupp BASF

MBW Kesselwagen Bauart Krupp BASF

MBW Kesselwagen Bauart Krupp BASF

MBW Kesselwagen Bauart Krupp BASF

MBW wird eine Vielzahl von Varianten bringen: Hell- und dunkelgrauer Kessel mit BASF Logo und jeweils zwei Betriebsnummern, dazu Firmenbeschriftungen für Persil, Esso, Mobil, Westfalen, DEA, Aral, Castrol, BP, auch jeweils zwei Betriebsnummern. Auch neutrale Wagen für den Teertransport gibt es. Macht zusammen 24 Varianten. Alle Wagen erhalten Epoche 3 Beschriftungen, eine Sonderserie, die nur über die Firma Addie erhältlich ist, wird mit Leuna-Schriftzug und Epoche 2 DRG Beschriftung versehen.

Die Vorbildwagen wurden ab 1924 gebaut und waren bis Ende der 50er Jahre im Einsatz. Die als Großkesselwagen bezeichneten Güterwagen wurden in Nietbauweise hergestellt. Sie hatten keine Drehgestelle, sondern einzelne, paarweise angeordnete Lenkachsen.

MBW Kesselwagen mit gekoppelten Einzelachsen, Messemuster auf der IMA Köln

MBW Kesselwagen mit gekoppelten Einzelachsen, Messemuster auf der IMA Köln

Beim Modell ist das nachgebildet: Die Achsen sind einzeln drehbar und (statt wie beim Vorbild über Stangen) über locker laufende Spiralfedern verbunden, zudem sind sie seitenverschiebbar. Die Wagen kommen mit Kurzkupplungskulisse und NEM Kupplung und kosten 129,- Euro.

http://www.mbw-shopsystem.de/

15 Reaktionen zu “Neue Kesselwagen von MBW”

  1. DSGJörg

    Kann mir mal bitte jemand eine Abbildung eines original Wagens vorlegen, der auch wirklich in Epoche „III“ bei der DB eingestellt war? Meines Wissens gab es nicht EINEN, der bei der DB in den Fünfzigern gefahren wäre!
    Grüße DSGJörg

  2. Da hat ELZE wieder was feines auf die Räder gestellt.
    Gruß ATA

  3. Juergen

    1. Es heißt immer noch Herr Elze und
    2. stimmt, schönes Modell.

  4. Hans von Draminski

    Ich bin außerdem gespannt, wie die Leuna-Version aussieht. Nach Fotos der Vorbilder aus dem Indusstriestandort kann man sich im Internet einen Wolf suchen. Und der neue Kesselwagen-„Carstens“ beschäftigt sich leider nur mit Zweiachsern…

    Gruß, Hans

  5. DSGJörg

    …na, hoffentlich weisen die gut gelungenen“Krupp“ von MBW wenigstens eine exakte Länge auf, was bei den Brawa H0-Wagen ja wohl nicht der Fall ist, da zu kurz!
    Aber leider eben für Epoche III keine nachweislichen Vorbilder vorhanden, es hat sie in der Zeit eben nicht mehr gegeben, jedenfalls konnte mir bis jetzt niemand einen Beweis dafür liefern und ein „Fantasiemodell“ ist für mich nicht interessant. FG

  6. Guten Tag, die Wagen sind exakt maßstäblich.
    Sie fuhren bis Ende der 50iger Jahre. Eben oder fast ausschließlich für Privatgesellschaften.

    Leider kann man das Thema hier nicht vollends ausschöpfen aber Fantasie, nicht bezogen auf diese Modelle, sollte eine Modellbahn trotzalledem mit sich bringen. Im Modell und in den Gedanken. Denn die Modellbahn ( Fahrzeuge … etc.) bleibt immer ein Kompromiss und lebt davon.

    Mit freundlichem Gruß
    Frank Elze

  7. DSGJörg

    Auch wenn ich jetzt einige Träumer verärgere, mir ist noch was unstimmiges aufgefallen.
    Ab wann gab es bei der Deutschen Bundesbahn die Beschriftung mit der Kurzform „DB“ auf den Güterwagen, 1956?

    Aber eigentlich auch nicht mehr wichtig, da es sich ja um ein Fantasiemodell zu handeln scheint! In dieser freien Auslegung von Tatsachen kann ich mir ja dann auch eine BR01 mit gelbem Farbanstrich genemigen, oder wie wäre es mit Kohletrichterwagen der KBayStB mit SNCF Beschriftung! Recherche war Gestern! FG

  8. DSGJörg

    Hallo und guten Tag Herr Elze,
    schön das Sie was dazu sagen, aber wie wäre es mit dem bis jetzt ausgebliebenen Beweis einer Abbildung, die diese Wagen mit der Beschriftung der 50er Jahre zeigt? Bis dahin bleibt es für mich Fantasie! Es gab sie nicht mehr in den 50ern!

    PS. Mit den Drehgestellen für die BR V200 bin ich ganz zufrieden, vor allem für den Preis.

    FG DSGJörg

  9. Hans von Draminski

    @DSGJörg: Sorry, wenn ich widerspreche, aber angesichts der Masse, die vor dem Krieg produziert wurde – man wusste ja schon, dass man für die Kampfhandlungen in ganz Europa Treibstoff-Nachschub brauchen würde, weshalb die Großkesselwagen weit oben auf der Prioritätenliste der „kriegswichtigen Produktion“ standen – , wäre es gänzlich unwahrscheinlich, wenn nach dem Zusammanbruch 1945 alle plötzlich verschwunden oder von den Siegermächten „abgestaubt“ worden wären. DAS wäre dann wirklich nur eine Fantasie… Mit Fotos der Wagen sieht es allerdings wirklich mau aus – siehe mein oben stehender Beitrag zum Thema „Leuna“. Ein paar werden/müssen auch noch auf DB-Gleisen unterwegs gewesen sein. Wie lange und für welchen Eigentümer, ist freilich schwer zu sagen…

    Gruß, Hans

  10. DSGJörg

    @Herr Hans von Draminski,
    Wunschdenken.
    Ihre Ausführungen sind wenig überzeugend, denn gerade aufgrund der Tatsache, das angeblich massenweise diese Wagen produziert wurden, und Ihrer Meinung nach dann ja auch noch mindestens mehrfach gefahren sein sollen, kann es wohl sehr schlecht sein, das nicht eine einzige Abbildung eines dieser Wagen vorhanden ist, die eine Existenz nach 1950 belegt. Da sind ganz andere seltene Wagen auf Bildern aufgetaucht, aber ausgerechnet der „massenhaft produzierte Krupp“ fehlt gänzlich auf Bildern? Ein paar MÜSSEN überhaupt nicht mehr gefahren sein!

    Bewiese bitte!!!
    Man kann es sich vilileicht nicht vorstellen, aber es sind von den Bahnfahrzeugen die meisten zerstört und der Rest kassiert worden. Abgesehen von den vielen schrottreifen Fahrzeugen, für die es keine Ersatzteile mehr gab, also auch nicht repariert werden konnten und der Tatsache, daß natürlich von den Alliierten versucht wurde gerade den Nachschub an Treibstoff zu verhindern. Aber jetzt sind wir in einer Geschichte , die sich wohl so wie Sie sie darstellen nicht bewiesen ist!

    Fantasiemodell.
    Ob es nun gerechtfertigt ist oder nicht, für die Epoche III massenweise diese Modelle zu produzieren, von denen für die 50er Jahre nicht eine reale Abbildung oder ein anderer Beweis existiert und ob der damit verbundenen Erwerb eines meiner Meinung nach Fantasiemodells richtig oder falsch ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Auch mal ganz Abgesehen von der Beschriftung, die wenn tatsächlich ein Wagen überlebt haben sollte, wohl eher nicht mehr umgezeichnet wurde.
    So schön diese Modelle sicher auf jede Anlage passen, so überlasse ich den Einsatz eines „Tankzuges mit 30 Esso beschrifteten Wagen der Bauart Krupp auf Epoche III Anlagen“ den Fantasten.
    FG DSGJörg

  11. Guten Tag, wo wir bereits wieder beim Thema wären. Wir haben diese Modelle nach bestem Wissen und Gewissen mit Layouts versehen lassen, die auf Aussagen und Zeitzeugen sich berufen. Die aufgebrachten LOGO wurde nach Genehmigungserhalt durch die Eigentümer und dessen sich in ihren Archiven befindlichen Dokumenten angefertigt. Es würde kaum ein Modell geben wenn es nicht ein wenig an Kompromissen fehlen dürfte. Schon die NEM Kupplung gab es nicht in real. Darum freuen Sie sich wie jeder andere auch an diesem sehr schönem authentischem Modell. Mit freundlichem Gruß Frank Elze

  12. DSGJörg

    Guten Tag ebenfalls, wenn Sie jetzt noch eine überprüfbare Quellenangabe über die in den 50ern noch gefahrenen Wagen hätten, würde ich mich ja „wie jeder andere“ sogar riesig freuen! Freundliche Grüße DSGJörg

  13. Hallo,

    durch Zufall bin ich auf diese Seite gestoßen und möchte mir erlauben, folgende Anmerkungen zu machen:
    – Diese Großkesselwagen wurden schon weit vor der Wiederaufrüstung durch das 3.Reich gebaut und haben mit den späteren WiFo-4 Achsern, welche vollständig geschweisst waren, nichts zu tun.
    – In Deutschland wurden diese Wagen nachweislich in etlichen Exemplaren von der Gesellschaft für Teerverwertung in Duisburg verwendet, ob davon welche den Krieg überstanden, ist mir unbekannt: http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,5023641
    – Nach Schweden wurden solche Wagen ebenfalls geliefert und sogar noch 1961 eingesetzt: http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?10,6562197

    Mit Grüßen
    Kurt

  14. Kurz

    Der Beitrag von „Kurt“ ist der erste konkretere zu diesem Thema. Die Krupp-Kesselwagen haben in der Tat mit Wiederaufrüstung und Kriegswirtschaft nichts zu tun. Sie wurden in vergleichsweise geringer Stückzahl ab Mitte der 1920-er Jahre gebaut; ein Wagen wurde 1924 auf der Seddiner Ausstellung präsentiert. Viele der Wagen dienten dem Teertransport bei der Deutschen Gesellschaft für Teerverwertung. Sie waren schwarz lackiert. Bunte Teerkesselwagen sind nicht überliefert.
    Dass man ein Logo auf derBasis vorhandener Dokumente nachgestalten kann, sei nicht bestritten. Das ist hier aber nicht die Frage. Es geht darum, ob welche Wagen in welchem Zustand wie lange gefahren sind. Hierzu liefert auch Herr Elze keine nachprüfbaren Angaben, so dass bis auf weiteres
    der Schluss naheliegt, dass die Krupp-Kesselwagen als 0-Modell Fantasiewagen sind.

  15. Kurz

    Noch ein kleiner Nachtrag: es gab ca. 50 Kesselwagen der Bauart Krupp, also keine massenhafte Fertigung. Davon befanden sich (mindestens) die Hälfte als Teerkesselwagen im Besitz der Teerverwertungsgesellschaft in Duisburg-Meiderich in schwarzem Anstrich. Die Gesellschaft hatte ihre Wagen fortlaufend von 1 bis … nummeriert. Fotos zeigen die Nr. 12 und 17, natürlich im schwarzen Teeranstrich.
    Ob die Leuna-Werke eigene Teerkesselwagen besaßen ist nicht bestätigt, ganz sicher aber keine „bunten“. Die Einstellerbezeichnung Deutsche Gasolin AG in Berlin für Teerwagen ist nicht gesichert. Gasolin vertrieb vor dem Krieg exclusiv das synthetische Benzin der Leuna-Werke an den Gasolin-Tankstellen, aber eben Benzin und nicht Teer.
    Insgesamt muss man wohl die bunten Leuna-Teerkesselwagen als fiktiv und die Epoche III-Varianten der MBW-Modelle bis zur Vorlage entsprechender Unterlagen als nicht gesichert betrachten.