Sondermodell für Abonnenten: Kaldewei G 10 und OM 12, das erste Muster

Sondermodell für Abonnenten: Kaldewei G 10

Sondermodell für Abonnenten: Kaldewei G 10

Die in Heft 57 angekündigten Sondermodelle für Abonnenten sind fast fertig. Das Muster des G 10 ist angekommen und es sieht hervorragend aus. Die schwierige Bedruckung über die Verstrebungen, Türrahmen und Lüftergitter ist ausgezeichnet gelungen, auf beiden Seiten mit den Beschriftungen Badeoefen und Badewannen. Leider gibt es noch kein Muster des Om 12, aber angesichts des sehr gelungenen G 10 mache ich mir da keine Sorgen, kommt nach. Ende März sollen die fertigen Wagen auf die Reise gehen, dann dauert es 6 bis 8 Wochen, bis sie in Deutschland sind. Hoffentlich, denn es gibt ja gerade wieder ziemliche internationale Verwerfungen.

Kaldewei G 10. Eine Seite Badewannen, eine Seite Badeoefen

Kaldewei G 10. Eine Seite Badewannen, eine Seite Badeoefen

Gute Nachricht: Alle Besteller erhalten ein Wagenset, es gab genug Vorlauf, so dass wir auf das Losverfahren diesmal verzichten können. Wenn das genaue Lieferdatum feststeht, werden die Rechnungen versandt werden. Auch hier bitte wieder aufpassen: Es ist eine andere Kontonummer als die für das Abonnement verwendete. Dauert aber noch ein paar Wochen, bis es soweit ist.

Bisschen Hintergrundinfos zur Erinnerung:

Die Firma Kaldewei hat in den 1950er Jahren und danach eine ganze Flotte von Güterwagen über die Gleise rollen lassen. Eine modernere Ausführung der Epoche III, der Gms 54, war das erste Sondermodell des Spur Null Magazins. Es ist 2016 erschienen. Wir haben damals lange Zeit überlegt, welche denn die korrekte Farbgebung sein könnte, denn es existieren nur schwarzweiße Aufnahmen. In enger Abstimmung mit Stefan Carstens haben wir uns für das moderne helle Blau entschieden, in den 1960er Jahren eine Firmenfarbe.

Sondermodell Gms 54 Kaldewei

Sondermodell Gms 54 Kaldewei 2016

Ich hatte seinerzeit einen freundlichen Kontakt mit der Pressestelle von Kaldewei und dort sandte man mir unter anderem ein Foto zu, das einen ganzen Zug mit Kaldewei Wagen zeigt, vermutlich eine Aufnahme zu Werbe- oder Dokumentationszwecken (siehe SNM Heft 57, Seite 7). Im Kaldewei Archiv gab es leider nur dieses eine Foto in geringer Auflösung. Aber immerhin!

Am Ende der Wagenschlange sind zwei offene Wagen erkennbar, die ebenfalls mit dem Kaldewei Schriftzug versehen sind und aller Wahrscheinlichkeit nach auch die damaligen Kaldewei Farben erhalten haben. Es ist aus dem Foto nicht ersichtlich, um welche Bauart es sich genau handelt. Es ist zu vermuten, dass es sich um Splittergattungen handelt, die die DB gerne als Privatwagen abgegeben hat. Es könnten aber auch Om 12 sein. Könnten. Möglicherweise.

Deswegen enthält das aktuelle Sondermodell-Set einen G 10, von dem es gesichert das exakte Vorbild gab und von dem eine ganze Reihe von Aufnahmen existieren. Und es gibt einen offenen Wagen, von dem nach meinem Kenntnisstand nur dieses eine Bild existiert, und das auch eine Baureihe sein könnte, von der es noch gar kein Spur 0 Modell gibt. Wer es also mit dem Vorbild ganz genau nimmt, der darf gerne skeptisch sein. Ich habe mich entschlossen, den Om 12 zu nehmen, den Lenz in Programm hat. Weil offene Wagen mit Werbebeschriftung in Deutschland extrem selten sind, und wir meiner Ansicht nach sehr nah am Vorbild sind, halte ich das für eine interessante Ausführung.

Wie aber waren die Vorgänger des bereits erschienenen Gms 54 lackiert? Auch hier wieder die Rücksprache beim Fachmann: Das helle Taubengrau, das auch Hersteller anderer Baugrößen verwendet haben, scheint wohl die angemessene Farbe für diese älteren Werbewagen der Firma Kaldewei zu sein, auch wenn das eine andere Farbe ist die der späteren Fahrzeuge. Das soll aber niemanden daran hindern, die Wagen gemeinsam einzusetzen. Mitte, Ende Mai ist es soweit.

Kaldewei G 10 und Gms 54

Kaldewei G 10 und Gms 54

Transportgüter für die gedeckten und offenen Kaldewei Güterwagen

Wer sich jetzt fragt, was mit den Wagen transportiert wird, der kann sich hier ein paar Anregungen holen: Die Herstellung von Emaille-Badewannen erfordert eine Kombination von Rohstoffen, die sowohl für den Stahlkörper als auch für die Emaillebeschichtung verwendet werden. Hier sind die wichtigsten Materialien:

1. Rohstoffe für den Stahlkörper

  • Stahlblech: Hochwertiger Stahl, in der Regel niedriglegierter Kohlenstoffstahl, wird für die Basis der Badewanne verwendet. Er sorgt für Stabilität, Form und Langlebigkeit.
  • Zink (optional): Manchmal wird der Stahl vor der Emaille-Beschichtung verzinkt, um Korrosion zu vermeiden.

2. Rohstoffe für die Emaillebeschichtung

Emaille ist eine glasartige Schicht, die durch Verschmelzen von anorganischen Rohstoffen entsteht:

  • Quarzsand: Die Hauptkomponente von Glas und Emaille, sorgt für die Härte und Transparenz.
  • Feldspat: Dient als Flussmittel, um den Schmelzpunkt zu senken.
  • Soda (Natriumcarbonat): Unterstützt die Glasbildung und verbessert die Fließeigenschaften.
  • Boroxid: Senkt die Schmelztemperatur und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen Einflüssen.
  • Metalloxide: Zur Farbgebung (z. B. Kobalt für Blau, Eisenoxid für Rot oder Braun).
  • Tonerde (Aluminiumoxid): Erhöht die Kratzfestigkeit und Haltbarkeit der Beschichtung.

3. Hilfsstoffe für die Verarbeitung

  • Bindemittel: Zur Haftung der Emaille-Pulverschicht auf dem Stahl.
  • Wasser: Zum Aufbringen der Emaille-Schicht, häufig als Suspension.
  • Energiequellen: Zur Erhitzung (Öfen), um die Emaille auf die Stahloberfläche aufzuschmelzen.

Herstellungsprozess (Kurzfassung):

  1. Der Stahl wird geformt, zugeschnitten und geschweißt.
  2. Die Oberfläche wird gereinigt und vorbereitet (z. B. durch Sandstrahlen).
  3. Die Emaille wird in Pulver- oder Flüssigform aufgetragen.
  4. Anschließend wird die Wanne bei etwa 800–850 °C erhitzt, um die Emaille zu verschmelzen.

Dieses Zusammenspiel von Stahl und Emaille verleiht der Wanne ihre typische Langlebigkeit, Widerstandsfähigkeit und glänzende Oberfläche.

Rohstoffe, die in offenen Güterwagen transportiert werden können:

  1. Stahlblech:
    • Stahlbleche oder -rollen sind robust und witterungsbeständig. Sie können problemlos in offenen Güterwagen transportiert werden. Ist nicht die erste Wahl, aber es geht.
  2. Quarzsand:
    • Quarzsand ist unempfindlich gegenüber Wetterbedingungen. Er wird häufig in offenen Güterwagen transportiert, allerdings oft in Abdeckungen oder Planen, um Materialverluste durch Wind zu vermeiden.
  3. Feldspat:
    • Als ein mineralischer Rohstoff kann Feldspat ebenfalls in offenen Güterwagen transportiert werden, auch als Schüttgut mit Abdeckung.
  4. Metalloxide (z. B. Eisenoxid):
    • Diese können in robusten Behältern oder als loses Material transportiert werden, abhängig von der Art des Oxids und der Menge.
  5. Tonerde (Aluminiumoxid):
    • Kann in offener oder geschlossener Form transportiert werden, abhängig vom Granulattyp und der Wetterempfindlichkeit. Große Mengen werden häufig in Big Bags auf Paletten verladen.

Weitere G 10 Varianten bei Lenz

2 Reaktionen zu “Sondermodell für Abonnenten: Kaldewei G 10 und OM 12, das erste Muster”

  1. Moin Stefan,

    eine sehr schöne Sache, da die Wagen und die Farben immer ein Blickfang sind. Gerade bei Veranstaltungen, nicht nur da. Interessiert mich das doch auch sehr. Und dann noch ein offener Werbewagen, das ist extrem selten.

    Würde ich mir zulegen.

    Gruß, Erik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.