Sommer Sonne Stromberg 2017

(Text: Detlef Racky, Thomes Krüger, Fotos: Thomas Krüger)

Perfekt wie schon lange nicht mehr passte dieses Motto des Fremo-Fahrtreffens, welches vom 25. bis 28. Mai in der Deutscher Michel-Halle zu Stromberg stattfand. Die sommerliche Sonne verwöhnte die Teilnehmer, sodass diese nicht nur durch den intensiven Fahrbetrieb mächtig ins Schwitzen kamen. Auf ca. 118 Metern Regelspur-Gleisen und ca. 162 Metern Schmalspur-Gleisen (zusammen also 280 Meter Fahrstrecke) wurde an diesem verlängertem Wochenende dem Fahren nach Fahrplan, mit Wagen- und Frachtkarten bis spät in die Nacht gefrönt.

Auch die Jugend war wieder mit von der Partie, in Form der H0-Anlage der Schüler der IGS Stromberg, aber auch als rührige Teilnehmer des Fahrplanbetriebes und Erbauer diverser Strecken-Module sowie eines Fiddle Yard. Obwohl es sehr gedrängt aussieht und kaum große Lücken auszumachen sind, waren wir letztes Jahr mit 296 Metern sogar auf einer längeren Strecke unterwegs.

Technik

Im Regelspur-Teil wurde sowohl mit den ESU Mobile Control Handreglern gefahren, als auch mit der bewährten TouchCab-Steuerung. Eine neue Sendestation mit verbesserter Sendeleistung macht den problemlosen Einsatz der ESU-Geräte möglich, nachdem es bei den letzten Treffen hier immer mal wieder „Aussetzer“ gegeben hatte. Vor dem Start des ersten Fahrplan-Durchlaufes wurden zunächst noch die Dienste verteilt: Fahrdienstleiter, Nahgüterzüge, Durchgangsgüterzüge und auch ein reiner Personenzug-Dienst standen zur Auswahl. So war für jeden etwas dabei und in der nächsten Fahrplan-Runde konnte dann durchgewechselt werden. Für den Bahnhof Sternberg als zentraler Anlaufpunkt für die Regelspur wurden zusätzlich noch zwei Rangierer benötigt, um den reibungslosen Fahrplanablauf gewährleisten zu können. Das war teilweise ein „Knochen-Job“! Ob ausgiebiges Rangieren, oder einfach mal mit seinem eigenen Rollmaterial den Personenzug-Dienst abzufahren, bei jedem der Akteure war ein „seliges Lächeln“ festzustellen.

Streckenbeschreibung

Die Regelspurstrecke geht vom Abstellbf AA2 über den Haltepunkt Thelbach an den Abzweigen Quasseldorf (Stichstrecke zum Fiddleyard Jungbach) und Hölle (Stichstrecke nach Deckeringen mit dem Anschliesser Schraubenfarbik) zum Kreuzungsbf. Blumfeld, von dort geht es zum Bf. Sternberg, dieser wird auch als Spitzkehrenbf. betrieben; die Strecke führt dann weiter zum Abstellbf. AA1. Eine nebenbahnige Stichstrecke führt via Anschluß Tauki zum Übergabebf. Kosbach. Dort befindet sich eine Rollwagenrampe und Güterwagen können auf die Schmalspur übergeben werden.

SSS Stromberg Mai 2017

SSS Stromberg Mai 2017

Die Schmalspurstammstrecke beginnt am Endbahnhof Heiligenwalde am Ufer des schönen Waldsees. Heiligenwalde wird von der am 7. April 1906 gegründeten Tautenbronner Kreis Eisenbahn betrieben und besitzt dort die Möglichkeit Wagen auf die Schloßinsel zu trajektieren. Die Strecke führt dann über den Holzverladung Kastheim und der Schotterverladung Westeros (äh Westerloh) mit Betriebswerk nach Bieringen im Jagsttal. Weiter geht es über Dajöh in der Eifel bzw. Rheinland nach Kosbach im Vordertaunus. Weiter über Woltzitz in Sachsen und Petersruh in Mittelhessen geht es zum Abzweigbahnhof Hardhausen im Erfatal (Nordbaden). Am örtlichen Ölhändler Schöll vorbei zieht das Gleis ins schweizerische Mattoni um im preußisch-westfälischen Werkelburg zu enden. In Mattoni zweigt die kurze Stichstrecke in die beiden südthüringer Örtchen Bedheim und Herges-Vogtei im Trusetal ab.

Von Hardhausen schlängelt sich eine Waldbahn ins rumänische Paltin von dort zweigt eine Bahn ins amerkanische ab, passiert die Desperatation Coal Mine, durchfährt Diamond Springs und die Slate Mine um nach Santa Rosa in New Mexiko zu gelangen. Danach kreiselt die Strecke durch westfälischen Wald auf das auf niederem Niveau liegende Grafenberg mit seinem Zementwerk um in Muggeldorf – das bekanntlich im südenglischen Devon liegt – zu enden.

Bleibt zu Letzt noch die kurze Stichstrecke ins welschschweizerische Saint Paul und die niedersächsischen Betriebsstellen Bülte mit seinem Hafen, seinem Bahnhof am Ort und in Bülte Lager zu erwähnen.

Ja – es gibt sicherlich, zumindest – was die Schmalspur angeht – homogenere Arrangements. Mir fällt da beispielsweise eines gerade ein über das es zeitnah ein Literaturwerk gibt. Aber die Begeisterung der Mitspieler – die halt alle ihr eigenes Faible haben – möchten viele Teilnehmer nicht missen.

Betrieb

Erneut wurde mit Wagen- und Frachtkarten der Betrieb abgewickelt. Bei der Schmalspur war die noch nicht so konsequent umgesetzt aber auch mit provisorischen oder Blanko-Karten wurden Transporte generiert. Sehr intensiv wurden auch die Übergaben der Regelspurwagen ins Schmalspurland betrieben. Knapp 10 Rollwagen waren so im Einsatz.

Den regelspurigen Schattenbahnhöfen wurden nach FREMO-System auch Farben zugeteilt, welche die regionale Zuordnung „der großen weiten Welt dahinter“ angaben. Diese Farben wurden durch weithin sichtbare runde Farbschilder an den Bahnhofnamen angezeigt.

Bleibt noch der Dank an alle, die zu diesem gelungenen Fremo-Fahrtreffen beigetragen haben! Sind doch umfangreiche Vorarbeiten von Nöten, wie zum Beispiel die Zusammenstellung der vielen Module zu einem (dann auch in der Realität) funktionierendem Ganzen, oder auch die Planung der Fahrpläne und Dienste. Ganz zu schweigen von umfangreichen organisatorischen Arbeiten, damit auch die Halle zur Verfügung steht und natürlich darf auch die Verpflegungslogistik nicht vergessen werden. Insbesondere hierfür gilt es ein großes Extra-Lob auszusprechen!

Die Fotos vermitteln sicherlich ein wenig von dieser Atmosphäre und Begeisterung, die an diesem langen Wochenende die Deutscher-Michel-Halle erfüllte.

Weitere Bildimpressionen dieses kurzweiligen Fahrtreffens findet man auch im SNM Forum

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