Hegob Flexgleis ausprobiert

Auf den diesjährigen Spur Null Tagen in Buseck fiel mir am Hegob Stand ein Stück Flexgleis ins Auge. Da man auch gerne mal über den Tellerrand hinaus schaut, begutachtete ich es näher. Die Schwellen aus Kunststoff, welche im Dreierbund zusammen hängen, und das Schienenprofil, das dem PECO Code 143 sehr ähnlich ist, machten auf mich einen sehr guten Eindruck.

Hegob Gleis mit Kunststoffschwellen

Hegob Gleis mit Kunststoffschwellen

Neben dem fertig montierten Flexgleis konnte man dieses Gleisstück auch als Bausatz für 12,40 € bekommen.
Die 21 Schwellenstücke über die Schienen zu schieben kann ja nicht so schwer sein, also nahm ich mir gleich einen Bausatz mit.

Hegob Gleis, 3er Schwellen mit Schwellenverbindungen

Hegob Gleis, 3er Schwellen mit Schwellenverbindungen

Die Montage, also das Einfädeln der Schwellen, ist dann auch recht einfach und im Handumdrehen liegt ein fertiges Stück Flexgleis vor. Lediglich die Schienenverbinder sind beim Bausatz nicht dabei. Da eignen sich die PECO Code 143 Schienenverbinder SL-710FB.

Zu den Maßen: Das Flexgleis ist 1 m lang, das Schienenprofil misst 3,3 mm Höhe und die Gesamthöhe des Gleiskörpers beträgt 7,0 mm.

Hegob Gleis mit Stegen zwischen den Schwellen

Hegob Gleis mit Stegen zwischen den Schwellen

Hegob Gleis von der anderen Seite, die Stege sind aus dieser Perspektive gar nicht zu sehen

Hegob Gleis von der anderen Seite, die Stege sind aus dieser Perspektive gar nicht zu sehen

Mein Fazit: Das von Thomas Obst angebotene Flexgleis mit Kunststoffschwellen ist eine schöne Alternative, wenn man mal andere Gleise ausprobieren möchte. Es gefällt mir an dem Flexgeis, dass die Schwellen eine leicht abgeschrägte Oberkante haben und dass diese einseitig und auch nur unten miteinander verbunden sind. Dadurch kann man, wenn der Schotter nicht zu hoch ist, noch unter dem Schienenprofil hindurch schauen, was dem Vorbild gerecht wird.

Außerdem erhält man bei Hegob noch anderes Gleismaterial; dabei kann der Modellbahner zwischen der Kunststoff- und Holzbauweise wählen. Der Gedanke, auch mal eine Weiche selbst zu bauen ist schon da, aber kommt Zeit, kommt Bau. 😉

7 Reaktionen zu “Hegob Flexgleis ausprobiert”

  1. Georg.B

    Hallo Thomas,

    ja, das Selbstbaugleisvon HEGOB entwickelt sich zu einer sehr guten Alternative. Nicht nur das Kunstoffgleis beindruckt im Preis, sondern der vorgefertigte, auch biegbare Eichenschwellenrost, mit vorgebohrten Passlöchern für die dazu passenden Kleineisen ist auch sehr innovativ und eine prima Lösung. Leider ist davon auf der Homepage von HEGOB noch nichts zu sehen.

    Georg.B

  2. Jörg Kaufmann

    Hallo

    also ich mein ganz stark, das es diese Kunststoffstühle schon vor 30 Jahren gegeben hat, man erkennt es an den nicht profilierten Seiten der Holzschwellen wieder. Die waren schon damals gut.

    Grüße
    Jörg Kaufmann

  3. Jan

    Das HEGOB-Schienenprofil ist nach meiner Ansicht das derzeit beste auf dem deutschen Markt – die Schienenhöhe ist für S49-Schienen exakt maßstäblich und die Schienenkopfbreite ist angenehm schmal. Ich verwende die Schienen schon seit Jahren.
    Wer sich die Nagel-Prozeduren bei Holzschwellen ersparen möchte, ist mit dem HEGOB-Kunststoff-Flexgleis wirklich gut bedient. Nach Einfärben und Einschottern wird ein exzellentes Ergebnis zu akzeptablem Preis erreicht.
    Grüße
    Jan

  4. …ich frage mich wieso der Steg nicht in Schwellenmitte angordnet wird wie beim Ferro-Flex-Gleis. Damit wären Schwellenrichtarbeiten zu den Akten gelebt und es ließe sich schöner verarbeiten.

    Gruß…

  5. Thomas

    Hallo Oliver,

    … ich frage mich, ob Du schon mal Gleise verlegt und Eingeschottert hast?
    Spaß beiseite, ok.
    Für mich macht die Anordnung der Verbindungsstege direkt unter der Schiene absolut Sinn.
    Im Vorbild ist oftmals in der Schwellenmitte etwas weniger Schotter zu finden was dann zum Schienenprofil leicht ansteigt.
    Der Verbindungssteg misst eine Höhe von 1,4 mm und die Schwelle 3,3 mm.
    Bei den verbliebenen 1,9 mm Differenz „könnte“ es dann passieren, dass der Verbindungssteg, wenn er denn mittig angeordnet wäre, nach dem Einschottern noch zu sehen wäre.
    Von daher finde ich diese gewählte Lösung optimal.

    Viele Grüße
    Thomas

  6. heiha

    Ich hätte da eine Frage zu den Schwellen. Aus welchem Material sind den die Schwellen und gibt es einen Klebstoff. Das wäre wichtig zu wissen, wenn man damit Weichen bauen möchte, da da die schwellen abgesägt und wieder zusammen geklebt werden müssen.

    • Hallo,

      laut Hersteller ist es ABS und somit mit den üblichen Plastikklebern anlösbar und zu kleben.
      Ich hatte wegen des Materials nachgefragt, da ich die Schwellen mit lösemittelhaltiger Farbe kratzfest lackieren möchte.

      Markus