Magnetische Zugleitung beim Fahrtreffen in Stromberg

Vier Tage, drei Spurweiten, zwei Teams, ein Ziel, so könnte man das Stromberger-Fremo-Herbsttreffen 2019 kurz und knapp umschreiben. Vier Tage, vom 03. Bis 06. Oktober wurde in der Stromberger „Deutscher-Michel“-Halle ordentlich Modellbahn-Betrieb gemacht. Drei Spurweiten waren dabei vertreten: Spur 0 Regelspur, sowie Schmalspur 0e und 0m.

Zwei Teams, das der Regelspur (incl. 0m) und das 0e-Team fanden sich zum gemeinsamen, ausgiebigen Fahrbetrieb zusammen. Ein Ziel: den Spaß an der Modellbahn, dem Fachsimpeln und Gemeinschaft mit gleichgesinnten erleben.

Auf 140 Metern Regel- und 130 Metern Schmalspur befuhren die unterschiedlichsten Garnituren die Gleise. Reichlich Abwechslung war geboten und es gab auch das ein oder andere besondere Schmankerl zu sehen.

Neben bekannter und bewährter Technik gab es bei diesem Fahrtreffen auch ein paar Neuerungen: Zum einen der Schmalspurbetrieb mit Zug-Leitstelle via Telefonanlage und zum anderen der Transport von Frachten mit Hilfe von Wechselaufbauten vom 0e-Teil der Anlage via Regelspur bis zum 0m-Ast und zurück.

Die Züge im 0e-Land wurden über eine Zugleitstelle gesteuert. Zum Einsatz kamen 20 mobile DECT Telefone. Jeder Zug- bzw. Lokführer war mit einem solchen ausgestattet und meldete bei Erreichen eines Bahnhofes oder Betriebsstelle seine Position an die Zug-Leitstelle.

Der Betriebsleiter konnte nun jeden Zug verfolgen. Dazu war auf einer Magnettafel der gesamte Arrangement-Plan aufgespannt, kleine Magneten stellten die Züge dar. So konnten übersichtlich Strecken überwacht und freigegeben werden. Dieses System, das beim Sommer-Treffen schon eine Erprobungsphase hatte, bewährte sich außerordentlich gut und fand allseits große Zustimmung.

Aus dem Hause KS-Modellbahn wurden die verschiedenen Wechselaufbauten auf Basis von BRAWA-Tragwagen zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe dieser Aufbauten und entsprechenden Frachtzetteln konnte ein reger Spielbetrieb spurübergreifend durchgeführt werden. Stammholz, Drahtringe, Blechrollen oder 20 Fuß Container konnten so die Reise über das gesamte Arrangement antreten. Weitere Wechselaufbauten sind im Hause KS-Modellbahn bereits in der Entwicklung.

Die Fahrt über die Regelspurgleise führte bei diesem Fahrtreffen ausgehend vom Abstellbahnhof „AA1“ über „Sternberg“, mit der Anbindung an das 0e Land via „Werkelburger Industriepark“, über die Anschlüsse „LACUFA“ und „TAUKI AG“ zum Bahnhof „Quasseldorf“, hier zweigt der Nebenbahn-Ast ab, der über „Deckeringen“, dem Anschluss Holzhandel „BORKEN-KÄFER“ und Bahnhof Höllengerst zum Endpunkt „Kleinert“ verläuft.  Hier kann man den Aufbau nachverfolgen.

Auf der Hauptstrecke geht es von „Quasseldorf“ weiter, vorbei an dem Anschluss „Muttertaler Schraubenwerke“ zum Kreuzungsbahnhof „Blumfeld“. Von dort führt uns die Strecke über „Thelbach“ nach „Thoraboden“. Hier ist über ein Drei-Schienen-Gleis der 0m-Ast nach „Reussboden“ angeschlossen. Auf der Hauptstrecke sind es dann nur noch wenige Meter von „Thoraboden“ zum Endpunkt Abstellbahnhof AA2.

Vom Abzweig in Sternberg und dem Übergabebahnhof Werkelburger Industriebahn ging es zum Übergabebahnhof Werkelburg. Nun ging es in den einen mit mehreren nach US amerikanischen Motiven gebauten Betriebsstellen ausgestatteten Ast. Die andere Strecke aus Werkelburg heraus mündete gleich in den als Trennungsbahnhof verplanten Bahnhof Hardhausen. Von hieraus ging es über mehrere Betriebsstellen weiter nach Camedo mit zwei angeschlossenen Fiddleyards. Der andere Ast an Hardhausen hatte dann u.a. die Waldbahn als Fachlieferanten.

Insgesamt fast 30 Betriebsstellen fanden im 0e-Arrangement ihren Platz. Acht parallele Äste des Gesamtarrangements entlang der Längsachse der Halle – da war nicht viel Platz verschenkt – sehr viel mehr an Modulen geht nicht mehr. Zu vorgerückter Stunde sah man dann auch schon mal einen der Taschenwagen für Container (Hersteller Adger(?)) auf drei Rollwagen auf den Schmalspurgleisen.

Neben dem Betrieb gab es aber auch an mehreren Stellen Bastelaktivitäten. An mehreren Tischen wurden wieder Fahrzeuge digitalisiert oder die Class 91 Loks mit neuen (vorbildnäheren) Drehgestellblenden ausgestattet.

Diese vier Tage voller Spaß am Hobby vergingen, wie so oft, viel zu schnell. Doch von der Freude am Erlebten kann man wohl noch bis zum nächsten Treffen zehren, wenn es dann wieder heißt „Sommer-Sonne-Stromberg“.

Text und Fotos: Thomas Krüger, Detlef Racky

Weitere Fotos gibt es im SNM Forum

 

2 Reaktionen zu “Magnetische Zugleitung beim Fahrtreffen in Stromberg”

  1. Hallo Thomas,

    vielen Dank für den schönen Bilderbericht.
    Es war sehr schön.

    Gruß
    Thomas

  2. Susanne Stoffel Antworten

    Mir, einer Laiin,gefallen die Bilder/Fotos, die recht detailliert und lebensecht sind und frage mich,warum man davon so wenig auf zumindest dem ersten Video,was ich gerade sah,von Stromberg 2019,Fremo, sieht.
    Nichts ist schrecklicher, als einfach nur Gleise und Züge und nicht viel mehr:ich finde,es gehört immer eine Landshcaft,Gegend mit auch allem, soweit darstellbar und auch herstellbar, was man in Realität so auch sieht, kurz:dem Leben an der Strecke/den Strecken.

    Wann und wo gibt es also Einspielungen mit diesen schönen, ja auch schon vorhandenen Details?

    Herzliche Grüße

    Susanne Stoffel

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